Der erstrangige und folglich unerlässliche Parameter zur Bestimmung der Arteriellen Gefäßsteifigkeit ist die Pulswellengeschwindigkeit (PWVao).

 

Hier reicht die alleinige Pulswellenanalyse nicht aus.

 

 

Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen Todesfälle in enger Beziehung zu strukturellen und funktionellen Veränderungen der arteriellen Gefäßwände, die sich in fortschreitendem Alter manifestieren.


Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Gefäßelastizität, die sich mit zunehmendem Alter sowie mit dem Grad der Arteriosklerose verändert.

 

Dementsprechend gewinnt die Untersuchung arterieller Gefäßeigenschaften zunehmend an Bedeutung in der kardiovaskulären Präventivmedizin.


Zur Messung der Gefäßelastizität werden zwei Parameter bestimmt: Die Pulswellengeschwindigkeit und der Augmentationsindex.

 

Als Pulswellengeschwindigkeit bezeichnet man die durch die Kontraktion des Herzens erzeugte Druckwelle, die sich mit einer bestimmten Geschwindigkeit (normal 6 - 12 m/s) durch den arteriellen Gefäßbaum bewegt.

 

Die Geschwindigkeit der Pulswelle ist dabei von der Kontraktionskraft und Kontraktionsgeschwindigkeit des Herzens, in besonderem Maße aber von der Elastizität der großen Arterien abhängig.


Von entscheidender Bedeutung ist es, dass die Pulswelle an verschieden Stellen in ihrem Verlauf durch den arteriellen Gefäßbaum reflektiert und zum Herz zurückgeworfen wird.


Bei jungen gesunden Menschen fällt diese reflektierte Pulswelle in die Diastole (zweiter niedriger Wert des Blutdrucks) des Herzzyklus ein und erhöht dadurch den aortalen diastolischen Blutdruck.

 

Mit zunehmender Geschwindigkeit erreicht die reflektierte Pulswelle das Herz bereits in der Systole des selben Herzzyklus und erhöht damit den systolischen (ersten höheren Wert des Blutdrucks) Blutdruck.


Somit nimmt mit zunehmender Gefäßsteifigkeit die Geschwindigkeit der Pulswelle zu, was zu einer Erhöhung des (systolischen) Blutdrucks führt.


Die Erhöhung des arteriellen Blutdrucks durch die reflektierte Pulswelle wird als Augmentation bezeichnet.


Der Augmentations-Index hingegen ist ein quantitatives Maß zur Bestimmung der prozentualen Erhöhung des arteriellen Blutdrucks durch die reflektierte Pulswelle.


Die Messung der Gefäßelastitzität im Rahmen unserer Untersuchungen ist schmerzlos und nimmt nur wenig Zeit in Anspruch.

 


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